Ich bin, was ich bin

Durch: Aus dem Buddhismus 8 Juli 2015

In einem prächtigen Garten vertrockneten mitten im Frühling die Blätter, an den Büschen welkten die Blüten noch bevor sie richtig zu blühen begannen und die Blumen lagen geknickt auf der Erde.

Fassungslos befragte der Gärtner die Eiche, und sie antwortete ihm, sie wolle nicht mehr leben, weil sie keine Trauben tragen könne. Als er zum Weinstock ging, schüttelte der traurig seine kahlen Äste und flüsterte, er müsse sterben, weil er nicht so groß wie eine Zypresse werden könne. Und die Zypresse lag in den letzten Zügen, weil sie nicht blühen und duften konnte wie eine Rose. Die Rose hingegen wollte nicht länger leben, weil die Schönheit ihrer Blüte nur so kurz anhielt. Schließlich sah der Gartner eine kleine Pflanze mitten auf der Wiese, die sich im Wind wiegte und blühte und so frisch wie immer wirkte. „Wie kommt es, dass du als Einzige blühst?“, fragte der Gartner das Gänseblümchen.

„Ich sehe und höre, worüber Rose und Weinstock, Eiche und Zypresse klagen, und doch begreife ich sie nicht. Da ich ohnehin nichts anderes sein kann als das, was ich bin, genieße ich es voll und ganz, ein Gänseblümchen zu sein.“

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Durch: Aus der ganzen Welt 8 Juli 2015

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